2026 im September..wieder der Balkan

Niemals, und ich sage es aus meinem tiefsten  Herzen, niemals folgen wir dem Trend und der Masse.., weder in Politik, dem sog. ‚ Lifestyle‘  oder immer wieder  ‚ erforderlichen ‚ Anpassungen‘, denen wir uns stets unterwerfen sollen. Heißt im Klartext..“ ihr müsst“, “ ihr solltet“ oder “ man macht“ , ..gibt‘ s für uns nicht.., schon gar nicht im Urlaub.

Also, wir suchen Länder, die noch einen Charme der Freiheit versprühen,..ja auch mal ein Campingplatz kann sein, jedoch sind wir schon ‚ groß‘  ..und unser Luxus ist das Freie und die Weite.

Also mal nach 2 Jahren sehen, was diesbezüglich der Balkan noch zu bieten hat.

Die Idee entstand im letzten Jahr an einem lodernden Winterlagerfeuer mit unserem Freund Rudi und den lebenden  Erinnerungen von vor 24 Monaten…

Diesmal soll allerdings der Weg über Polen, Zschechirn, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Nordmazedoien nach Albanien und Montenego führen.. Also, ein kleiner, interessanter Umweg nur..

Erinnerungen werden wach.. Bulgarienurlaub 1984, also 42 Jahre früher, mit dem Motorrad TS 250. Tief in der Krise des Sozialismus gab es lediglich einen Tankgutschein über 30l vor Anreise. In Rumänien standen abgestellte Autos und warteten auf 1x wöchentliches Benzin an den Tankstellen..

Tja, wir konnten auf der Hintour nur den kurzen Weg über Arad nehmen nach Kamtschija, da die Vermutung stimmte:.. 30 l Gutschein… 16 l tanken… Rest war futsch,..bzw. in den Händen des rumänischen Tankwarts gelandet. Der kurze Weg über Arad garantierte… erstmal kein Tanken in Rumänien..

Alles längst verflogen, wie auch der rumänische Staatschef Nicolae Ceaușescu, der Schiffchenträger,  der den sog. Sozialismus dann nicht überlebte..

Die Örtlichkeiten stimmen noch… Dunakiliti  in Ungarn, nach ca. 440 km war schon 3 Mal ein Zwischenziel, zuletzt 2019 auf unserer Vjosakajaktour.

03. September

7.30 Uhr war der Start geplant; 8.30 Uhr ist‘ s geworden..

Die Crew besteht aus Lola, Danny, unseren 2 Collies und mir

Tschechien befahren wir nur über Nebenstraßen, .. zu kompliziert ist das Mautsystem über 3,5 t.. Sogar in Österreich landen wir dadurch kurz..

Bernhardsthal in AUT

Diese Region scheint doch ein wenig abgehangen zu sein. Dann geht es an Bratislava vorbei nach Ungarn.

Unser wunderschöner heutiger Platz mit dem Murmeln des Wassers eines kleinen Donauarms:

angenehme Wassertemperatur bei 26°C

Ein kleines Abendbrot.. und Kontaktaufnahme mit daheim

Die Donauverästelung bei Dunakiliti und in der Region der Kleinen Schüttinsel (Szigetköz) entstand durch starke Sedimentablagerungen der Donau am Übergang aus den Alpen in die Kleine Ungarische Tiefebene.

Im Gegensatz zur Großen Schüttinsel liegt die kleine Schüttinsel auf der rechten Donauseite. Sie beginnt bei Stromkilometer 1854, ist 52,5 km lang und 6 bis 8 km breit. Ihre Fläche beträgt 375 km².

Die Insel ist aber nicht nur durch die zwei Staaten zweigeteilt, sie stellt auch sonst keine Einheit dar. Während der südliche ungarische Teil schon einen jahrtausendelangen Bestand hat und dementsprechend besiedelt ist, ist der nördliche Teil eigentlich erst durch den Bau des Kraftwerkes Gabčíkovo entstanden. Durch den Kraftwerksbau wurde die Donau in ein neues Flussbett in das Landesinnere der Slowakei verlegt und der Teil zwischen dem Staubereich der Donau und dem Kraftwerkskanal kam zur kleinen Schüttinsel dazu.

Die Insel entstand durch die Sedimentation der Donau, die knapp oberhalb die Hainburger Pforte durchbricht. Durch den flachen Verlauf der Insel wird diese einerseits oft überschwemmt, andererseits durch viele kleinere Flussläufe mit einer Gesamtlänge von 200 Kilometern durchzogen. Viele Orte wurden schon mehrmals an verschiedenen Stellen nach Hochwasser neu aufgebaut oder blieben Wüstungen, an die nur mehr Flurnamen erinnern. Große Überflutungen waren in den Jahren 1242, 1426, 1760, 1809, 1845, 1850, 1862, 1883. Das letzte große Hochwasser war im Jahr 1954.

Das rauschende Wasser als Balsam für den heutigen  Schlaf..

04. September

Gegen 9.00 Uhr verlassen wir unseren schönen Platz, denn wir wollen heute noch  bis Rumänien.

In der ungarischen Stadt Karcag und ihrer Umgebung sind mit hügelartigen Strukturen meist die historischen Kunhalmok (Kumanenhügel) gemeint. Es handelt sich dabei um künstlich angelegte Erd- und Grabhügel in der Tiefebene (Alföld)
Kurzer Stop nahe Karcag an den Hügelskulpturen

Es fährt sich in diesem Jahr mit bezahlter Maut angenehmer durch Ungarn.

Bei Oradea führt der Weg Richtung  Cluj- Napoca (Klausenburg), der inoffiziellen Hauptstadt Transsilvaniens. Die Stadt wurde im 13. Jahrhundert von deutschen Siedlern (Siebenbürger Sachsen) als Klausenburg gegründet und erhielt 1316 das Stadtrecht. Damals prägten sie das Stadtbild und die Verwaltung maßgeblich.  Vor dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere vor der massiven Auswanderungswelle der Rumäniendeutschen nach der Wende 1989 gab es in Klausenburg eine deutlich größere deutschsprachige Gemeinschaft sowie deutsche Schulen und Kultureinrichtungen. Heute leben hier lediglich noch etwa 400 Deutschstämmige.

Kurz davor finden wir bei Dretea eine kleine hängige Wiese zum Übernachten. Wir müssen den Allrad bemühen, da der Feldweg durch das Auto zweier Kürbisbäuerinnen blockiert ist..

Gute Nacht..

05. September

1.00 Uhr ..Im Dachzelt scheint der Mond hinein. Ich will die Verdunkelung zuziehen und entdecke in der Ferne ein helles Licht zwischen den Bergen, das langsam näher kommt.. Es geht in unsere Richtung, doch wir stehen recht gedeckt. Das Auto kommt immer näher,..bis es auf dem Weg unter uns anhält, ca. 30 m entfernt.. Von dort aus werden die Berge ringherum mit hellem Licht abgesucht. Dann setzt es sich wieder in Bewegung und entfernt sich langsam,.. 100 m dann 1 km, schließlich verschwinden die Lichter im entfernten Wald..

Das war schon ein mulmiges Gefühl,..aber die Anderen schlafen seelenruhig.

05. September

Unsere heutige Etappe soll bis zum Vidra- Stausee führen. Dazu müssen wir die Transalpina nehmen, eine, eigentlich nur aus scharfen Kurven bestehende, unter Motorradfahrern sehr beliebte Straße, deren höchster Punkt bei über 2000 m liegt.

In Sebes (Mühlbach) winkt uns ein freudlicher älterer Herr zu, wahrscheinlich einer der letzten Deutschen..

unterwegs zum Vidra

Bereits 14.00 Uhr sind wir da und finden ein herrliches Plätzchen. Es ist der östlichste Punkt unserer Reise.

Später stößt Rudi dazu..

Ein junges deutsches Pärchen auf dem Weg nach Georgien..

Der Vidrasee befindet sich auf einer Höhe von 1290 m.

Heute wird gegrillt..

Wir werden noch einen Tag bleiben..

Der Wind frischt auf..

06. September

Es ist relativ kühl. Schließlich befinden wir uns ja auch auf ca. 1300 m Höhe.

Eine kleine Inselwanderung.. mitten im Stausee.

Abends hört die frische Brise dann auf und es gelingt sogar ein Feuerchen, später gibt‘ s Bodenfrost..

07. September- es war Nachtfrost

so lässt sich‘ s leben
Wasserspiele

Es geht dir Transalpina hinauf bis auf über 2000 m…

Oben auf dem Urdele- Pass ( 2145 m), kann man, wenn man will, auch noch ein Stück in die Berge fahren ..und im WoMo ggf. übernachten.

Dann verläuft die 67 C immer abwärts, durch den Skiort Ranca in die Tiefebene hinein. Sogar Erdöl scheint‘ s hier zu geben.

Überhaupt sind wir ziemlich überrascht von Entwicklung in Rumänien. Die Häuser sind weitgehend in Ordnung, viele neue Einfamilienheime sind zu sehen, Abwasserentsorgung ist in der Endphase und die Müllentsorgung funktioniert. Welch ein Unterschied zu unserer Donaudeltakajaktour 2018.

Wir fahren dann über die neugebaute, mautpflichtige Donaubrücke  (6 €) von Calafat auf die andere Seite nach Widin, Bulgarien.

Hier, in der Grenzregion scheint die Zeit schon ein wenig stehengeblieben zu sein. Viele alte , meist größere Gebäude sind verfallen oder nahe dran..

Der Minimarkt von Sinagovtsi..

Letztlich sieht hier ringsrum alles so aus, als wäre der Sozialismus gestern erst zusammengebrochen..

Wir finden eine sehr ruhige Stelle an einen kleinen Bach.. Sogar ein noch kleineres Bad ist drin..

Merkwürdige Pflanzen..

08. September

Immer weiter Richtung Süd, an Sofia vorbei, dann auf die A 3.

Die Schranken werden noch mit der Hand gekurbelt.
auch die kleine Hündin bekommt etwas
in der Ferne..der Balkan
Nunja, so sieht fast jede Bushaltestelle aus..

Nahe der Abfahrt zum Rila Gebirge finden wir ein Plätzchen an der Struma.

Nur mit Allrad hierher schaffbar..

Die Struma fließt vom Witoscha-Gebirge ins Thrakische Meer in der nördlichen Ägäis und hat eine Länge von 408 km.

Nach dem Kochen ist schnell der Abend da.

Die Mücken fressen uns draußen fast auf.. Also, ab ins Bett beizeiten.

09. September

Aufstehen bitte..!

Wir fahren das Stündchen bis zum Rila-Kloster..

Gefühlt steht auf jefem Foto ein Japaner im Weg..
Das Kloster liegt auf ca. 1200 m Höhe und wurde im 10. Jahrhundert gegründet.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es neu aufgebaut..
scheinheiliges Shopping

Danach zeigt maps ein Campingzeichen Richtung  ‚Ticha Rila‘, dem tiefen Rila an. Die Straße wird schlechter und endet an einem, naja sehr felsbestückten Waldweg.. Wir fahren ein..es sind noch 10 km.

Nach 3 km rechts Schluchten und felsigem Weg kommt die erste Stelle, wo 2 Autos nebeneinander passen würden..nach weiteren 3 km wieder.. Oh, wenn man das rückwärts fahren müsste..

Letztendlich schaffen wir es und auf ca. 1950 m Höhe steht ein Haus, das die besten Zeiten bereits hinter sich hat.. Hmm, campen möchten wir hier nicht unbedingt.

Wir fahren 1 km zurück zu dem Biwakplatz, der hübsch eingerichtet ist. Unterwegs begegnet uns ein anerkennend nickender Bulgare im Auto. Nur gut, dass nicht aufwärts.

netter Waldweg

Wir füllen, aus dem Bach geschöpftes Trinkwasser nach .

Bulgarisches engeneering..mangels Trichter.

Das Wasser trinken ja die Mönche und Nonnen 700 m tiefer auch, also was soll schon passieren..

Hier ist kein Netz, .. also Ruhe im Karton.. In ca. 10 km Entfernung Luftlinie befindet sich der Musala, mit 2925 m der höchste Berg Bulgariens.

10. September

Es geht nach einer frischen Nacht abwärts. Hoffentlich kommt Keiner entgegen.

Dann doch 2 Naturparkrangerautos. Doch sie machen ausreichend Platz. Ich wundere mich über das Kopfschütteln.., aber es heißt ja in Wirklichkeit:‘ ja‘

Unser Weg führt nach kurzem Einkauf in Petritsch über die nordmazedonische Grenze. Kurz davor stimmen wir uns nochmals mit Rudi ab.Wir werden sowohl in Bulgarien , als auch in Nordmazedonien vom Zoll kontrolliert. Auf die Frage nach Zigaretten und Alkohol antworte ich „Hunde“, um vom vielen Bier abzulenken. Leider finden wir die Hundeausweise erst nach langer Suche.. Die mittlerweile etwas finstere Miene des Zöllners lockert sich, als er die Hunde sieht. „Schmunzelnd sagt er “ Lessie“!

Wir sind in Nordmazedonien.

Die Straßen und Häuser sind erstaunlich gut; besser als in Bulgarien. Das Land hat weiter aufgeholt. Die vielen Folien- Gewächshäuser an der Struma sind auch innen:‘ bewohnt‘, nicht wie in Bulgarien meist verdorrt.

Noch ein Blick auf das ferne Balkangebirge.

Auf einem Stück Schnellstraße Richtung Ohrid werden wir von der Polizei gestoppt. Bei zulässigen 80 kmh sind wir angeblich 95 gefahren. Der nette Polizist macht eine eigenartige Rechnung auf.. Eigentlich 100 €, da WoMo über 3,5 t, aber er verlangt nur 20 und füllt ein ganzes DIN A 4 Blatt aus (welches ich allerdings nicht ausgehändigt bekomme), auf dem ich unterschreiben muss. Ich will ihm 20 Kröten in die Hand drücken, da sagt er:“ nix“  und überreicht mir ein Kartenlesegerät, auf dem er dann 10 € eintippt.. Hm, mal sehen, was  dann wirlich abgebucht wird…. update..es wurden genau 10,18 € abgebucht, also alles in Butter.

Der Prespasee naht.. unterwegs fahren wir an Bergbaugebieten (Stein- und Erzabau) vorbei. Es herrscht ziemliche Dürre. Kurz vor dem See kommt man in ein Gebiet mit starkem Tabakanbau. Frauen pflücken die Blätter gerade.

Wir kommen gg. 17.30 Uhr an. Ein kurzes Abendbrot ..und 19.30 Uhr ist es dunkel. Die Uhr steht wieder auf unserer Zeit.

Der See ist auf 853 Metern Höhe eingebettet zwischen dem Galičica- und dem Pelister-Gebirge.  Knapp zwei Drittel des Sees gehören zu Nordmazedonien, der Rest zu Albanien und ein kleiner Südteil zu Griechenland. Besonderheit: Er hat keinen oberirdischen Abfluss, sondern entwässert unterirdisch durch das Karstgestein in den nahegelegenen, vier Meter tiefer gelegenen Ohridsee.

Der Große Prespasee ist ein rund 259 bis 272 Quadratkilometer großer, hochgelegener Tektosee im Dreiländereck von Nordmazedonien, Albanien und Griechenland, wobei der größte Teil der Wasserfläche (etwa 190 km²) in Nordmazedonien liegt.

2019 waren wir mit Bent und Micha unweit von hier am Kleinen Prespasee in Griechenland.

Über uns befindet sich ein Ruine eines längst stillgelegten großen Hotels..

Hier muss ja mal was los gewesen sein.
Danny untersucht es beim letzten Tageslicht..

Gute Nacht für heute

11./12. September

Nach ein paar Problemen mit dem Telefon stößt Rudi wieder zu uns..

Rudi im Prespasee bei gefühlt 28 ° WT
immer aufmerksam
Damit sticht keiner mehr in See..

Die Temperatur am 11. 9. ist mit 28°C schon etwas moderater als am Vortag.

Wir verbringen 2 chillige Tage am See, der mit Bergen von bis zu 2.600 m Höhe umrahmt ist. Die Hotelruine (ehemals Hotel Europe) thront über uns. Ab und zu kommen wenige Menschen vorbei, die einen Spaziergang wagen. Anscheinend  alte Hotel-Geister ..?🤔

Is‘ s nicht schön..
Lola legt einen Krankentag ein..
Fantastischer Platz..

Lediglich die vielen Mücken stören abends etwas..

13. September

Gestern Abend regnete es ein wenig. Wir saßen unter der Markise bei tschechischem Bier und mazedonischer Balkanmusik aus dem Radio.

Eine Regenwolke klemmt direkt über dem Prespasee
..und bleibt dort ‚ ne ganze Weile.

Zwischendurch bestimmen wir Pflanzen:

wilde Möhre
Flughafer
langstieliger Wollhaarkrauler.

Dann am 13. der gemächliche Aufbruch..

Rudi klappt ein..
die Berge ‚ schäumen‘

Auf geht‘ s nun zur Bergroute P504 durch den Galicica- Nationalpark.

Das Galičica-Gebirge (Галичица albanisch Mali i Thatë) erhebt sich im Südwesten Nordmazedoniens zwischen dem Ohrid- und dem Prespasee.

Im Galičica Gebirge ist es nicht nur möglich, zu wandern, zu klettern oder Gleitschirm zu fliegen – es bieten sich auch herrliche Ausblicke auf den Ohridsee (vgl. Bild unten) sowie den Prespa-See von dem wir kommen. Die höchste Erhebung ist der Magaro mit 2255 Metern.
Der Galičica-Nationalpark umfasst ein Gebiet von ca. 242 Quadratkilometern. Im Ersten Weltkrieg verlief hier von 1916–1918 die Front zwischen den Truppen von  der Entente (Großbritannien, Frankreich, Russland u.a.) sowie der Mittelmächte (Preußen, Österreich-Ungarn, osmanisches Reich u.a.).

Ruinenabschied
2 Silberreiher ziehen ihre Bahn.
Es geht nach einem Eintrittsgeld von 7€ pP immer bergauf. Rudi hat später nur 5 bezahlt..
Hier sieht man das schmale, aber hohe  Gebirge zwischen den 2 Seen.
sehr schöner Rückblick
Bye bye Prespa
Wir tauchen bei 11 °C in die Wolken ein.
kein Durchblick

Dann passiert es..

Es reißt auf..

Plötzlich haben wir einen atemberaubenden Blick auf den Ohridsee..

Der Abstieg ist schnell geschafft..und nach der wahrscheinlich kürzesten Tagestour landen wir nach nur 35 km an alter Stelle von vor 2 Jahren..

Leider können wir nicht mehr wie damals fast direkt an den See fahren, da anscheinend Grundstücke verkauft wurden.

Trotzdem ein schönes, ruhiges Plätzchen etwas weiter oben.

Wir laufen zum See an unserem alten Platz vorbei  und nehmen dann ein Bad im phänomenal klaren Wasser.

Hier saßen wir 2024 mehrere Tage in exponierter Lage.
Alles beim Alten, nur etwas weniger Müll.
on the beach
Das Bad ist sehr erfrischend.
klarer geht nicht
Perry bewacht unsere Sachen.

Der Ohridsee ([ˈɔxridzeː]) ist der zweitgrößte See der Balkanhalbinsel. Er gilt als ältester See Europas und ist mindestens 1 Million Jahre alt. Er gehört zum größeren Teil zu Nordmazedonien, dessen größtes Gewässer er ist, zum kleineren Teil zu Albanien (siehe auch Grenze zwischen Albanien und Nordmazedonien). Der Wasserspiegel liegt 695 m ü. A. Die maximale Tiefe beträgt 288 Meter. Seine Fläche beläuft sich auf ca. 350 km2. Am nordmazedonischen Ufer sind Ohrid und Struga die wichtigsten Städte, am albanischen ist es Pogradec. Insgesamt leben mehr als 200.000 Menschen rund um den See.

Rudi hat in der Zwischenzeit eine größere Wanderung unternommen..

fast am Gipfel..
Hier sieht man tatsächlich beide Seen gleichzeitig.

Doch dann stößt er zu uns.

     und bekommt eine kleine Massage.

14. September

Wir bleiben einen Tag bei schönstem Wetter. Mo verhält sich komisch, frisst nicht und versteckt sich.

Traumstrand

Eine kleine Wanderung..

Die Nacht zieht ein ..

15. September… auf nach Albanien

Nach einem kurzen Tankstop in Ohrid, fahren wir um den See und nach Albanien ein. Hier ist der Kraftstoff fast 1 € teurer..

Ein letzter Blick über den Ohridsee von Albanien aus.
Ab Pogradec geht es nur noch in die Berge.
Auch Albanien hat sich weiterentwickelt.
Wir treffen ein englisches Rentnerpaar, deren Leben nur noch aus Reisen besteht.
sehr ursprünglich
Wasser fassen.. die Straße ist sehr kurvenreich und eindrucksvoll.
Der Moglica- See, an den wir wollen..

Dann finden wir eine tolle Stelle für die Nacht.. Mo geht es nicht gut.

Summsi macht schöne Aufnahmen
Der Staudamm wird gut bewacht..
Luftarbeit
Wir stehen etwa auf H 800 m
Rudi‘ s Tipi
Fellpflege, tägl. 3x Kletten etc. entfernen..
Uiii
uns geht‘ s gut

Abendstimmung

16.-17. September

Gegen 9.30 ist Abfahrt. Es geht zum Osumi- Canyon

Wer wurde denn hier verspeist?
Die 2000er ringsrum sind stark verwittert.

Wir fahren die SH 71, eine ziemlich neue, kleine Straße weiter. Es muss hier im Frühjahr witterungsmäßig ganz schön was los sein, denn Teile von ihr sind bereits schon wieder dahingegangen. Überall gibt es wunderschöne Ausblicke und eine Kaskade von Staudämmen..

noch im Bau

Wir schlagen, nach kurzer Inaugenscheinnahme, doch nicht den fast unbefestigten Weg durch die Berge (75km) ein, sondern nehmen die

Deutlich längere Strecke über Berat.

Gewächshausregion um Elbasan

Das ist schon beeindruckend. Aus dieser Region spricht ein großer Wohlstand. Neugebaute große Häuser reihen sich aneinander. Die Gewächshäuser belegen gefühlt hunderte Hektar und sind mit Gemüse gut bestückt.. Hat da auch Albanien die Bulgaren bei der Produktion verdrängt?

Auch Steine werden hier gespalten, etwas Erdöl gefördert und Marmor abgebaut.

Wir erreichen unseren kleinen Neben- Canyon des Osumi gg. 15.30 Uhr.

Danny baut eine Staustufe zur Badewanne aus.
2 Hunde beobachten uns.. und es sind nicht unsere.
Dafür aber die des freundlich grüßenden Schäfers.
Alles geht seinen geordneten Lauf.

17.09.2026

Relaxtag… Mo geht‘ noch schlechter..

von oben
Unten fuhren Einige Rafting… doch das geht bei dem Wasserstand eigentlich nicht wirklich..
von unten
sehr wenig Wasser

18. September

Abfahrt quer durch‘ Land zum Kepi i Rodonit an der Adria.

Welch ein schattigrs Plätzchen!

Bereits 13.30 Uhr sind wir da und finden unseren ‚ alten‘ wunderschön- halbschattigen Platz mit 5 min Fußweg zum Strand. Es gibt ein ausgiebiges Bad im gefühlt 28 ° C warmen Wasser. Leider ist der Strand weiterhin sehr vermüllt. Neue Ferienanlagen rücken ziemlich weit heran.. Wir müssen bzgl. Mo etwas unternehmen. Gute Tierärzte, die englisch sprechen gibt‘ s entweder in Tirana oder Podgorica/ Montenegro.

Rudis Bilder aus Berat

19. September

Abfahrt wieder..

Mo wirkt apathisch.. Wir fahren nach Podgorica.. Unterwegs, diesmal nördlich des Shkadarsees, führt uns die E762 nach Montenegro. Links und rechts der Straße findet ein gewaltiges albanisches Häuserbauprogramm statt. Es ist unglaublich erstaunlich, wie schnell dieses Land sich entwickelt. Ein eigenes Haus- Traum vieler Deutscher, ist bei uns als Neubau fast nicht mehr realisierbar…

Die Grenze passieren wir recht zügig und erreichen Pogradec gg. 13.30 Uhr. Mo bekommt Antibiotika und zwei Infusionen.

Die nette junge TÄ hofft, es ist eine Infektion und es sind nicht Steine.. Nach 4- stündiger Behandlung empfiehlt sie, dass wir am Dienstag nochmals zurückkommen. Umplanung ist also gefragt. Wir fahren für 3 Nächte nochmals ans Meer, jedoch hier in Montenegro.. und müssen diesmal wahrscheinlich einen Campingplatz nehmen..Rudi ist derweil an unserer gestrigen Übernachtungsstelle an der albanischen Küste angekommen. Ob wir nochmal zueinander finden?

Eine wunderschöne atemberaubendeStraße führt uns zum Campingplatz an dem glasklaren Fluss Rijeka.

..und dem Campingplatz von Rijeka-Crnojevica
glasklar
Ein aufregender Tag endet..

20. September

Wir wollen nochmals ans Meer, da Mo gefressen hat.

Noch ein kurzes Bad im kühlen Fluss..

Die Bergstraßen sind schon sehr anspruchsvoll. Dann fahren wir von oben die P1 hinunter.

erst gut, dann..

Die P1-Straße (oft auch als Teil der historischen Regionalstraße R-1 geführt) ist die berühmteste und spektakulärste Bergstraße in Montenegro. Sie verbindet die Küstenstadt Kotor mit dem Bergdorf Njeguši und führt weiter Richtung Lovćen-Nationalpark sowie zur ehemaligen Königshauptstadt Cetinje.

Kotor
  • Die Haarnadelkurven: Die Route ist berühmt für ihre 25 nummerierten Serpentinen, die sich vom Meeresspiegel in Kotor steil bis zum Krstac-Pass auf 940 Metern Höhe hochschrauben. Wir fahren jedoch runter..
  • Der Ausblick: Mit jeder Kurve ändert sich der Blick auf die Bucht von Kotor und wird noch dramatischer.

Unten liegen diverse Kreuzfahrschiffe… dann kommen gefühlt 30 Busse die sehr enge Straße hinauf..dazu noch Mietwagenfahrer, die nicht wissen, wie breit das Auto ist…totales Chaos teilweise.

Dann schaffen wir es.. sind unten und finden einen der wenigen freien Plätze an der montenegrinischen Adria..

super allein
Diese Str. kamen wir gerade herunter..

Wir sind so froh über diesen Ort und den unmittelbaren Wasserzugang..Hier bleiben wir!

Der Tag vergeht.. 19.30 Uhr ist‘ s duster.

21.09.2026

Ein Badetag bei 29°C ist angesagt..

Dieses Gebiet war früher militärisches Sperrgebiet nahe Kotor auf der Lustica- Halbinsel.

Vor ca. 6 Mio. Jahren zerbrach der Urkontinent und es entstand im Prinzip das Mittelmeer, das dann aber austrocknete, da keine Verbindung zum Atlantik bestand. Erst vor ca. 5,2 Mio Jahren entstand der Durchbruch bei Gibraltar und der Altlantik füllte das versalzte Riedenbecken erneut bis heute..

Mo bekommt seine Antibiotika Spritze..

Abend frischt der Wind auf und entwickelt sich zu starken Böen. An Schlafen im Dachzelt ist kaum zu denken. Mo geht es besser.

22.09.2026

Heute müssen wir nochmals zur Tierärztin in Podgorica. Wir fahren diesmal eine etwas besser ausgebaute Staße und durch Budvar.

Was für ein schöner Rückblick auf Budvar.
Überall wird gebaut..

Mo ist fast wieder i. O. und wir fahren weiter bis zum Jezero Krupac nahe Niksic.

Als wir ankamen, war Rudi bereits da..

..und tänzelt vor Freude

Lola sammelt 7 ! Säcke Müll ein, die wir dann morgen mitnehmen werden. Eine unglaubliche Schweinerei in so schöner Gegend..

vorher
nachher

Unsere ‚ Platzgebühr‘ wurde also mehr als erarbeitet.

In den Bergen brennen Feuer… Brandrodung!

Dann gesellen sich 2 streunende Hunde zu uns.. und wir bekommen sie nicht mehr los…

Ein süßer Bursche,.. der Hund!
Selbst das Bier wird beobachtet..
Das wäre doch was für Rudi..

23. 09.2026

Auf nach Bosnien- Herzogowina! Wir erreichen unser Camp am Drin bereits kurz nach 14.00 Uhr.

Der Eigentümer ist sehr freundlich.. wir tauchen wieder in der Zivilisation auf..

der Piva- Canyon
Unser heutiger Platz, mangels anderer Gelegenheiten.
der Drin
Wir sind fast allein.
fast zum mitnehmen
Whow..das Essen..bei uns gibt‘ s immer nur 1 Forelle

Ein wunderbares Mahl und sehr freundlicher Chef auf dem Platz.. Die Leute erzählten, dass hier vor 3 Wochem alles voll war.. Abends wird‘ s frisch bei 11 ° C.., aber hier ist alles da: heiße Dusche, sehr saubere Toiletten etc. Der Platz ist von Mai- Ende Sept/ Anf. Okt geöffnet.

24. September

Gabz in Ruhe starten wir nach dem Frühstück und einer kl. ‚ Erfrischung‘ ( 8 °) im Drin..

Das Wasser ist arschkalt..
nebliges Erwachen

Durch Bosnien ist es auch ein wenig abenteuerlich…, viele Berge und Schluchten, ’ne Menge Wald und Holzindustrie. Teilweise sieht man noch die Einschusslöcher des Bürgerkrieges von vor ca. 30 Jahren.

Gegen 15.00 Uhr finden wir ein Notcamp, nahe Tuzla und des Sees Modrac. Es ist eine ehemalige Doponie.. ziemlich skurril..

Wir warten auf Rudi..

1 Comment

  1. Ein Hallo an die kleine Crew…

    Das sind schöne romantische erste Fotos von einem Urlaub, der näher nicht an der Natur sein könnte. Ich beneide Euch.
    Wünsche eine gute Weiterreise, keine Zwischenfälle und Pannen und allerbestes Reisewetter

    Martina


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